Blogparade von Bob Blume „Zeitgemäßes Lernen konkret #lernparade“ – Lernen muss gewollt sein

Bob Blume ruft zu einer #Lernparade auf. Es gibt schon zahlreiche interessante Beiträge dazu.

Ich habe mir hierzu ein paar Gedanken gemacht und provoziere mal mit der Behauptung
Lernen muss gewollt sein.

Jetzt stellt man sich natürlich die Frage, wie ich das meine.

Ich möchte dazu etwas ausholen. Wie vielen im #twitterlehrerzimmer bekannt ist, bin ich kein Lehrer. Ich habe eine Ausbildung absolviert und während meiner Arbeit in der Industrie die Ausbildereignungsverordnung erworben. Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon jahrelang neben meiner normalen Arbeit Auszubildende vor Ort betreuen dürfen. Auf meine Nachfrage nach einer Betriebsinternen Fortbildung habe ich mir angehört, „dass ich dazu erstmal in die Jahre kommen müsse“.
Das bedeutet, dass ich bei einer vollen Arbeitsstelle während drei Monaten zwei Abende in der Woche eine Fortbildung bei der Industrie und Handelskammer besucht habe. Da waren dann Arbeitstage von 6:00 Uhr bis 21:00 Uhr selbstverständlich. Zusätzlich habe ich drei Prüfungen absolvieren müssen. Diese habe ich durch Abbummeln meiner Überstunden realisiert.

Das Bestehen dieser Fortbildung war nur dadurch möglich, dass ich es selber wollte. Dieser Aspekt ist meiner Meinung nach ein Punkt zum zeitgemäßen Lernen. Es ist vollkommen unabhängig davon, wie gut oder wie schlecht der Unterricht ist. Man kann nur etwas lernen, wenn man es selber will.

Das Wissen, welches ich heute habe in Bezug auf Digitale Medien und Digitalen Endgeräten ist auf demselben Wege entstanden. Ich komme ursprünglich aus dem MINT Bereich und bin seit 1984 berufstätig. Damals war die Digitalisierung im beruflichen Umfeld noch nicht so weit fortgeschritten.

Was ist nun mein Fazit daraus?

Wir müssen LernerInnen dazu bringen, dass sie selber lernen wollen. Nur in diesem Fall werden wir Erfolg dabei haben. Dazu müssen wir einen Grundstein legen, auf dem wir dann aufbauen können.

Steine

Dabei ist es unabhängig davon, ob es sich um ein Lernen mit oder ohne Digitale Hilfsmittel handelt. Benutzt man digitale Hilfsmittel empfinde ich es als zwingend notwendig, diese für alle Lernenden zugänglich zu machen. Das heißt diese müssen dann für alle Betriebssysteme zur Verfügung stehen.

Eine Frage, die daraus folgt, ist wie motiviere ich LernerInnen dazu lernen zu wollen? Vielleicht weis der Eine oder der Andere darauf eine Antwort.
Ich denke hier haben die Lehrenden eine ganz große Verantwortung. Als Lehrender kann ich nicht nur von den Lernenden „ein lebenslanges Lernen“ fordern, sondern muss das auch aktiv leben.

Ein weiterer Aspekt ist, ich denke, wir sollten niemals Lernende ausbremsen. Im oberen Teil habe ich schon ein Beispiel gegeben.
Auch heute muss ich mich immer wieder rechtfertigen, warum ich zu einer Fortbildung gehen möchte.

Über grosty

Ich bin gebürtige #@Italienerin, habe eine Tochter und bin seit 1988 verheiratet. Ich wohne in der Nähe vom #@TXL und kann ihn von Haus auch #@fotografieren, ansonsten liebe ich #@Seidenmalereien. Ich male seit dem 13. Lebensjahr. Seit 2204 unterrichte ich im Bereich der @BerufsbildendenSchule @Schüler im Bereich der @Medienkompetenz. @DesWeiterin bin ich @Mitorganisatorin des @Barcamp @Digitale @Berlin @BerlinDE
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1 Antwort zu Blogparade von Bob Blume „Zeitgemäßes Lernen konkret #lernparade“ – Lernen muss gewollt sein

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