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Lehrvideos – Digitale Schule im 21. Jahrhundert https://grosty.de Martina Grosty Wed, 13 Jul 2022 09:56:01 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Wikimeadia/Wikipedia -Tipp für Schulen https://grosty.de/2020/08/04/wikimeadia-wikipedia-tipp-fuer-schulen/ Tue, 04 Aug 2020 04:40:12 +0000 https://grosty.de/?p=3977 Weiterlesen →]]> Ich veröffentliche zahlreiche Fotos auf den Seiten von Wikimeadia/Wikipedia.

Wikipedia Eintrag

Abbildung 1: Wikipedia Konto

Ich unterrichte im Rahmen de eEducation Masterplanes in zahlreichen Berliner Schulen
Lehrer zum Thema Urheberrecht.

In der vierten Klasse müssen Berliner Schüler die sogenannte Radfahrprüfung ablegen.

Ich spreche die Kollegen an und frage sie, ob sie ein Smartphone dabeihaben.

Abbildung 1: Wikipedia Konto

Ich erkläre ihnen, dass das ein „Schweizer Taschenmesser“ wäre.

Abbildung 2: Wikipedia Konto

Lisa Rosa hat in diesem Zusammenhang von einem „Kulturzugangsgerät“ gesprochen.

Bob Blume hat den Begriff „Weltaneignungsassistent“ geprägt.

Quelle:
https://grosty.de

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Blogparade von Bob Blume „Zeitgemäßes Lernen konkret #lernparade“ – Lernen muss gewollt sein https://grosty.de/2019/11/17/blogparade-von-bob-blume-zeitgemaesses-lernen-konkret-lernparade-lernen-muss-gewollt-sein/ https://grosty.de/2019/11/17/blogparade-von-bob-blume-zeitgemaesses-lernen-konkret-lernparade-lernen-muss-gewollt-sein/#comments Sun, 17 Nov 2019 11:16:58 +0000 https://grosty.de/?p=3736 Weiterlesen →]]> Bob Blume ruft zu einer #Lernparade auf. Es gibt schon zahlreiche interessante Beiträge dazu.

Ich habe mir hierzu ein paar Gedanken gemacht und provoziere mal mit der Behauptung
Lernen muss gewollt sein.

Jetzt stellt man sich natürlich die Frage, wie ich das meine.

Ich möchte dazu etwas ausholen. Wie vielen im #twitterlehrerzimmer bekannt ist, bin ich kein Lehrer. Ich habe eine Ausbildung absolviert und während meiner Arbeit in der Industrie die Ausbildereignungsverordnung erworben. Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon jahrelang neben meiner normalen Arbeit Auszubildende vor Ort betreuen dürfen. Auf meine Nachfrage nach einer Betriebsinternen Fortbildung habe ich mir angehört, „dass ich dazu erstmal in die Jahre kommen müsse“.
Das bedeutet, dass ich bei einer vollen Arbeitsstelle während drei Monaten zwei Abende in der Woche eine Fortbildung bei der Industrie und Handelskammer besucht habe. Da waren dann Arbeitstage von 6:00 Uhr bis 21:00 Uhr selbstverständlich. Zusätzlich habe ich drei Prüfungen absolvieren müssen. Diese habe ich durch Abbummeln meiner Überstunden realisiert.

Das Bestehen dieser Fortbildung war nur dadurch möglich, dass ich es selber wollte. Dieser Aspekt ist meiner Meinung nach ein Punkt zum zeitgemäßen Lernen. Es ist vollkommen unabhängig davon, wie gut oder wie schlecht der Unterricht ist. Man kann nur etwas lernen, wenn man es selber will.

Das Wissen, welches ich heute habe in Bezug auf Digitale Medien und Digitalen Endgeräten ist auf demselben Wege entstanden. Ich komme ursprünglich aus dem MINT Bereich und bin seit 1984 berufstätig. Damals war die Digitalisierung im beruflichen Umfeld noch nicht so weit fortgeschritten.

Was ist nun mein Fazit daraus?

Wir müssen LernerInnen dazu bringen, dass sie selber lernen wollen. Nur in diesem Fall werden wir Erfolg dabei haben. Dazu müssen wir einen Grundstein legen, auf dem wir dann aufbauen können.

Steine

Dabei ist es unabhängig davon, ob es sich um ein Lernen mit oder ohne Digitale Hilfsmittel handelt. Benutzt man digitale Hilfsmittel empfinde ich es als zwingend notwendig, diese für alle Lernenden zugänglich zu machen. Das heißt diese müssen dann für alle Betriebssysteme zur Verfügung stehen.

Eine Frage, die daraus folgt, ist wie motiviere ich LernerInnen dazu lernen zu wollen? Vielleicht weis der Eine oder der Andere darauf eine Antwort.
Ich denke hier haben die Lehrenden eine ganz große Verantwortung. Als Lehrender kann ich nicht nur von den Lernenden „ein lebenslanges Lernen“ fordern, sondern muss das auch aktiv leben.

Ein weiterer Aspekt ist, ich denke, wir sollten niemals Lernende ausbremsen. Im oberen Teil habe ich schon ein Beispiel gegeben.
Auch heute muss ich mich immer wieder rechtfertigen, warum ich zu einer Fortbildung gehen möchte.

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https://grosty.de/2019/11/17/blogparade-von-bob-blume-zeitgemaesses-lernen-konkret-lernparade-lernen-muss-gewollt-sein/feed/ 2
Apps schränken Schulen ein https://grosty.de/2019/06/10/apps-schraenken-schulen-ein/ Mon, 10 Jun 2019 10:02:14 +0000 https://grosty.de/?p=3672 Weiterlesen →]]> Ich freue mich immer wieder über wunderschöne App Angebote für Schulen.

Ein Beispiel dafür ist die App „BerlinHistory.app. Ein wunderschönes Beispiel sowohl für lebendigen Geschichtsunterricht, als auch für Touristen.

Geht man auf die entsprechende Seite erhält man die Information, dass diese App nur für Android Handys bzw. für IPhone verfügbar ist.

Eigentlich schade, damit werden Schulen meiner Meinung nach massiv eingeschränkt. Welche Möglichkeit haben Klassen, die z.B. mit einem Windows Tablet ausgestattet sind.

Die Diskussion auf Twitter kann man hier leicht nachvollziehen.

 1

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass heutzutage immer noch Apps für jedes Betriebssystem einzeln programmiert werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Browser Version zur Verfügung zu stellen. Auf meine dahingehende Nachfrage wurde dann argumentiert: „Für den mac soll es ab der nächsten Betriebssystem Version eine Möglichkeit geben die App auf Mac‘s zu installieren. An einer Browser Version arbeiten wir zur Zeit noch, die hat aber bei uns keine so hohe Priorität, da die Grundidee der App ja „Geschichte vor Ort erleben“ ist.“ 3

Ein weiteres Argument gegen eine Webvariante: „Außerdem ergeben sich bei Veröffentlichung der Inhalte in Web auch lizenzrechtliche Probleme bei einigen unserer Inhalte.“

Lars Reitze veröffentlicht bezüglich der App eXperilyser 4 vom Cornelsen Verlag ein weiteres Beispiel.

5

Es ist für mich vollkommen unverständlich wie hier verfahren wird.

Mit Xamarin besteht die Möglichkeit das Grundgerüst für eine „Universal App“ zu erstellen. Optische Feinheiten können immer noch angepasst werden. Eine Dokumentation gibt es unter folgendem Link.

 

 

Quelle:

1 #KeinVerblassen on Twitter. Online verfügbar unter https://twitter.com/DiePolierer/status/1137242776305885185, zuletzt geprüft am 08.06.2019.
2 berlinhistory.app on Twitter. Online verfügbar unter https://twitter.com/berlin_History/status/1107942769618767872, zuletzt geprüft am 08.06.2019.
3 berlinhistory.app on Twitter. Online verfügbar unter https://twitter.com/berlin_History/status/1137333355840712704, zuletzt geprüft am 08.06.2019.
4 eXperilyser® Jahreslizenz — Cornelsen Experimenta. Online verfügbar unter https://cornelsen-experimenta.de/shop//71524-eXperilyser%C2%AE+Jahreslizenz+einzeln.html, zuletzt geprüft am 09.06.2019.
5 Lars Reitze on Twitter. Online verfügbar unter https://twitter.com/Herr_Rz/status/1137413792361586688, zuletzt geprüft am 09.06.2019.

 

 

 

 

 

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Videoproduktion für den Unterricht https://grosty.de/2019/02/11/videoproduktion-fuer-den-unterricht/ Mon, 11 Feb 2019 13:15:20 +0000 https://grosty.de/?p=3631 Weiterlesen →]]> Das Thema Videoproduktion für den Unterricht lässt mich auch in diesem Jahr nicht los.

In diesem Jahr wage ich mich einmal an das Thema Legevideos / Explainity Videos heran.

Für Schulen ist diese Art der Videoproduktion praktisch, da sie schnell zu erstellen sind und durch selbst gezeichnete / geschriebene Elemente DSGVO konform sind. Werden zu den Legevideos sprachliche Aufnahmen mit angefertigt muss dennoch eine Einverständniserklärung der Eltern eingeholt werden.

Der Materialaufwand ist ebenfalls äußerst gering.

Abbildung 1: Material für Erklärvideos

Das eigentliche Video erstelle ich dann in einem sogenannten Lichtzelt.

Abbildung 2: Lichtzelt

Auf meinem Blog finden sich zahlreiche weitere Beiträge zum Thema Videoproduktion:

Videoproduktion mit der Software Camtasia von TechSmitch – ein Tipp für Schulen:
Videoproduktion mit der Software Camtasia von TechSmitch – ein Tipp für Schulen | Digitale Schule im 21. Jahrhundert (grosty.de)

Erstellung von Videos für den Chemieunterricht:
https://grosty.de/2016/08/17/erstellung-von-videos-fuer-den-chemieunterricht/

Grundlagen der Videoproduktion – Neuer MOOC der Fachhochschule Lübeck
https://grosty.de/2015/03/31/grundlagen-der-videoproduktion-neuer-mooc-der-fachhochschule-lubeck/

Grundlagen der Videoproduktion – Neuer MOOC der Fachhochschule Lübeck – Schnitttechniken:
https://grosty.de/2015/03/31/grundlagen-der-videoproduktion-neuer-mooc-der-fachhochschule-lubeck/

Erstellung einer Concept Map mit Hilfe von Cmap Tools – Lernvideo:
https://grosty.de/2014/04/28/erstellung-einer-concept-map-mit-hilfe-von-cmap-tools-lernvideo/

Bildschirmfotos & Videos erstellen mit der kostenlosen Software Jing:
https://grosty.de/2013/12/30/bildschirmfotos-videos-erstellen-mit-der-kostenlosen-software-jing/


Physik: Videoanalyse von Bewegungen mit dem PC – Software Viana:
https://grosty.de/2013/12/07/videoanalyse-von-bewegungen-mit-dem-pc-software-vianna/

Video Framing/embeding bald eine Urheberrechtsverletzung?:
https://grosty.de/2013/05/20/video-framingembeding-bald-eine-urheberrechtsverletzung/

YouTube Videos ohne Werbung – Einstellungen für Schulen:
https://grosty.de/2013/05/14/youtube-videos-ohne-werbung-einstellungen-fur-schulen/

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Literaturrecherche für Einsteiger mit Hilfe von Citavi https://grosty.de/2018/09/07/literaturrecherche-fuer-einsteiger-mit-hilfe-von-citavi/ Fri, 07 Sep 2018 11:17:19 +0000 https://grosty.de/?p=3231 Weiterlesen →]]> Bei der Erstellung von Referaten und Facharbeiten ist es wichtig ein Literaturverwaltungsprogramm, wie z.B. Citavi zu nutzen. Ich empfehle unseren SchülerInnen diese Software sehr gerne, da die Einarbeitung in die Software intuitiv und relativ einfach ist.

Die eigentliche fällt ihnen am Anfang schwer. Ich möchte aus diesem Grunde ein paar Tipps geben wie man es schafft, dass Citavi nicht nur Literaturpool wird, sondern sich zu einem Wissenspool entwickelt der einem die Arbeit wirklich erleichtert. Ich habe diese Software im Jahr 2007 kennengelernt im Rahmen einer Fortbildung der FU Berlin – Literaturverwaltung mit Endnote. Ich sprach den Dozenten an, dass ich auf der Suche nach einer „einfacheren“ Software wäre und bekam von ihm den Hinweis auf Citavi. Meine Tochter befand sich damals in der Gymnasialen Oberstufe. Ihr Jahrgang war damals der erste der eine Facharbeit oder eine Präsentationsprüfung absolvieren musste. Ich testete damals die Software mit dem Hintergedanken, dass meine Tochter sie nutzen könnte. Damit komme ich zu meinem ersten Tipp.

Vor dem großen Projekt schon ausprobieren

Bevor man mit einer großen Arbeit (Bachelor, etc.) anfängt, sollte man sich mit Hilfe einer kleineren Arbeit die Software näher ansehen.
Das Gymnasium meiner Tochter arbeitete damals mit der Katholische Akademie in Berlin zusammen. Die SchülerInnen hatten die Möglichkeit dort freiwillig einen Kurs zu belegen in dem sie das Wissenschaftliche Arbeiten erlernen sollten. In diesem Zusammenhang entstand die erste Facharbeit mit Unterstützung der Software Citavi und damit die praktische Einarbeitung in diese Software.

Bei der späteren Facharbeit im Rahmen der Allgemeinen Hochschulreife war das von entscheidenden Nutzen.

Zum Ausprobieren kann man auch die kostenlose Version Citavi Free nutzen, die alle Funktionen bietet, aber nur bis zu 100 Titel zulässt. In den meisten Fällen reicht das völlig aus.

Die Graphik verdeutlich den Workflow bei der Erstellung einer Facharbeit.

Arbeitsablauf

Abbildung 1: Workflow bei der Erstellung einer Facharbeit

Kategorien und Schlagworte zur Strukturierung nutzen

Daraus ergibt sich folgendes. Mit Hilfe einer weiteren Software Cmap Tools werden Begriffe zu der zu schreibenden Facharbeit gesammelt und sortiert. Diese Begriffe werden anschließend sofort in Citavi als Kategorien eingefügt.

Bei der vorliegenden Facharbeit sieht die Concept Map folgendermaßen aus.

Ablauf

Abbildung 2: Concept Map für eine Facharbeit

Ich empfehle SchülerInnen diese Begriffe in Citavi als Kategorien einzufügen. Das sieht dann so aus.

Kategorien

Abbildung 3: Kategorien einer Facharbeit

Bei der nun folgenden Recherche werden die einzelnen Begriffe recherchiert und die gefundenen Quellen sofort den einzelnen Kategorien zugeordnet.

Die gewählten Kategorien bilden die Gliederung der künftigen Facharbeit ab.

Inhaltsverzeichnis

Abbildung 4: Inhaltsverzeichnis einer Facharbeit

Das funktioniert deshalb, weil Kategorien nummeriert dargestellt und ihnen weitere Unterkategorien zugeordnet werden. Die Kategorien können umsortiert oder umbenannt werden, wenn sich die eigene Gliederung ändert. Es empfiehlt sich jedes Wissenselement nur einer Kategorie zu zuordnen. In einer Kategorie können die Elemente dann in eine gewünschte Reihenfolge gebracht und durch weitere Überschriften noch besser strukturiert werden.

Sobald ein Titel aufgenommen wird, bietet es sich an ihn mit entsprechenden Schlagworten zu versehen.

Von Anfang an auf Einheitlichkeit achten

Man kann sich wirklich eine Menge Arbeit ersparen, wenn man einigen Kleinigkeiten am Anfang etwas Beachtung schenkt:

Citavi bietet eine Reihe unterschiedlicher Zitationsstile an, diese richten sich danach wie eine Quelle zitiert werden soll, und zwar im Text und im Literaturverzeichnis. Je nach Fachgebiet gibt es unterschiedliche Zitationsstile, es empfiehlt sich im Zweifelsfall bei der Fachschaft nachzufragen.

Bei der Aufnahme der Titel sollte man darauf achten, dass es einheitlich bleibt. Man sollte immer die gleichen Abkürzungen und Angaben verwenden.

Als nützliches Extra kann man Texte als PDF direkt an der Quelle speichern und in Citavi bearbeiten und viele zusätzliche Angaben und Zusammenhänge zum Titel vermerken (Inhaltsverzeichnis, Verweise auf Nachbartexte, Abstract usw.). Besonders interessant sind dabei Schlagworte und Kategorien.

„Zusätzliche“ Extras

Neben der grundlegenden Verwaltung, Sammlung und Strukturierung von Literatur und Wissen bietet Citavi noch viele weitere Extras!

Besonders hilfreich sind die Recherchetools. Man kann direkt über Citavi in mehreren Bibliothekskatalogen gleichzeitig recherchieren und bekommt direkt den Standort des gesuchten Titels angezeigt. Des Weiteren kann man direkt nach verfügbaren Volltexten der Titel suchen und diese herunterladen.

Zu jedem Wissenselement können Aufgaben vermerkt werden.

Aufgaben

Abbildung 5: Aufgaben zu einzelnen Wissenselementen

Außerdem bietet Citavi viele Möglichkeiten, die Literatur und das gesammelte Wissen zu exportieren. Es besteht die Möglichkeit über das Programm selbst Literaturlisten in verschiedenen Formaten, Gruppierungen und mit unterschiedlichen Angaben ausgeben lassen. Die Daten können auch in Excel exportieren werden.

Die Option die Wissensbausteine als Skript zu speichern finde ich sehr vorteilhaft. Hierbei werden die Kategorien als Gliederung gespeichert. Sofern man auch die einzelnen Zitate den Kategorien zugordnet hat, sind sie im Word Dokument an der entsprechenden Stelle zu finden und am Ende wird ein komplettes Literaturverzeichnis eingefügt.

Bei Gruppenprojekten erlaubt Citavi auch kollaborative Arbeitsprozesse und markiert, wer wann zuletzt welche Änderungen vorgenommen hat.

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Lehrerbildung / Kompetenzen in einer digitalen Welt – Blogparade https://grosty.de/2017/05/13/lehrerbildung-kompetenzen-in-einer-digitalen-welt-blogparade/ Sat, 13 May 2017 09:50:25 +0000 https://grosty.wordpress.com/?p=2452 Weiterlesen →]]> Motto der Blogparade im Mai ist „Lehrerbildung / Kompetenzen in einer digitalen Welt„.

Es sind schon einige interessante Beiträge dazu veröffentlicht worden, die schon ein breites Spektrum zu diesem Thema aufzeigen. Auch hier zeigt es sich ganz offensichtlich, dass es inzwischen einen riesigen Bereich gibt mit den unterschiedlichsten Kompetenzen von Seiten der LehrerInnen. Man kann also kein pauschales Konzept vorgeben, wie Lehrerbildung funktionieren sollte.

Das deckt sich mit meinen Beobachtungen als Dozentin in der Lehrerfort- und -weiterbildung. Ich unterrichte die KollegenInnen Vorort in ihrer eigenen Schule, so dass mit den vorhandenen Ressourcen gearbeitet werden kann. Das hat in meinen Augen den Vorteil, dass sich die Teilnehmer voll und ganz auf die Inhalte konzentrieren können. Gleichzeitigt stellt es für den Dozenten eine Herausforderung dar, da man nie vor Überraschungen sicher ist.

So unterschiedlich wie die Vorortbedingungen sind, so unterschiedlich sind die Kompetenzen der LehrerInnen. Ich treffe in IWB Schulungen auf KollegenInnen, die ganz am Anfang stehen und eine Erklärung haben möchten, wie man am Morgen die Technik startet. Es tauchen z.T. auch Probleme auf, Dateien zu speichern, sie richtig zu benennen und sie wiederzufinden. Also sogenannte „absolute Basics“. Hier ist vor allem Geduld gefragt und es ist in diesen Fällen erst mal wichtiger den KollegenInnen die „Hemmschwelle“ zu nehmen. Schafft man das nicht, ist jede Fortbildung nur eine „Insellösung“, der Transfer fällt umso schwerer.

Wie kann man nun gegensteuern?

Auch hier fällt mir eine Antwort nicht leicht. Eigentlich müsste man vor der Fortbildung eine Evaluation zum bisherigen Kenntnis-/Kompetenzstand erheben. Das könnte aber zur Folge haben, dass LehrerInnen verschreckt werden. Als Nachhaltig würde es sich erweisen, wenn es Raum geben würde, das Kennengelernte zu vertiefen, anzuwenden und je nach Fortbildungsinhalt zu diskutieren. Dieses wird natürlich nur bei mehrtätigen Fortbildungstagen umsetzbar.

Einige KollegenInnen versuchen auch den Ansatz von sogenannten Mikro-Fortbildungen. Hierbei ist der Vorteil, dass Fortbildungsinhalte in kleinen weitergegeben und diskutiert werden können. Dieses Mikro-Fobis sollten dann parallel mit einer möglichen vertiefenden Fortbildung verknüpft werden können.

Wie gehe ich selber vor?

Ich habe den #GirlsDay dazu genutzt einen Workshop zum Themenkomplex „Einsatz Mobiler Endgeräte im Kunst/Chemie & Experimentalunterricht“ anzubieten. Dazu habe ich mir unsere Kunstlehrerin ins Boot geholt und den Workshop so verändert, dass eine enge Verzahnung von Kunst und Chemie stattfand.

Abbildung 1: Verzahnung zweier Fächer

Wir haben uns in diesem Workshop mit dem Thema „Farben“ beschäftigt. In Rahmen des Kunstkurses haben wir uns mit dem Farbkreis und Farbmischungen beschäftigt. Experimentell haben wir die Farben von Filzstiften chromatographisch getrennt.

Abbildung 2: Chromatographische Trennung von Filzstiften

Der Workshop wurde abgerundet mit Videoproduktion, LearningApp- bzw. Quizlet- Erstellung. Einsatz des Smartphone als Dokumentenkamera, etc.

Privat halte ich mich mit Onlinekursen, MOOC’s und Webinaren auf dem Laufenden.

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Erstellung von Videos für den Chemieunterricht https://grosty.de/2016/08/17/erstellung-von-videos-fuer-den-chemieunterricht/ Wed, 17 Aug 2016 10:48:05 +0000 https://grosty.wordpress.com/?p=2203 Weiterlesen →]]> Im Laufe der letzten Jahre habe ich über 100 Videos mit Experimenten im Chemieunterricht erstellt. Ich sehe darin folgende Vorteile:

  • Schüler die z.B. nicht anwesend waren können das Experiment nachvollziehen
  • die Experimente können vor Klausuren noch einmal nachvollzogen werden.

Was mich am Anfang immer gestört hat war, dass der Hintergrund oftmals nicht optimal aussah.

Gerade bei Experimenten mit Salzlösungen habe ich oft das Problem gehabt, dass man diese nur sehr schwer fotografieren konnte.

In dem Blogbeitrag „Anfertigung von Makrofotografien“ habe ich einen Weg beschrieben, wie ich dieses Problem schnell und kostengünstig gelöst habe.

Abbildung 1: Aufnahme mit Hilfe meines selbst gebauten „Fotostudios“

Ich habe danach damit angefangen dieses „Fotostudio“ nicht nur zur Aufnahme von Fotos zu nutzen, sondern auch für die Videoproduktion. Bei einigen Experimenten reicht die Größe meines „Fotostudios“ allerdings nicht aus, ich wollte aber trotzdem nicht auf diesen Hintergrund verzichten. Für derartige Experimente habe ich mir im Stoffgroßhandel einen blauen Stoff, in der Größe 140 * 200 cm, gekauft. Diesen Stoff habe ich dann an einer Plexiglassicherheitsscheibe befestigt und den Versuch auf einen Experimentiertisch aufgebaut.

Für die Videoproduktion verwende ich immer meine Panasonic DMC-FX35 Digitalkamera und ein Stativ.

Wichtig für Experimentalvideos ist ferner, dass man alles vorher direkt bereitstellt.

Mit der Zeit habe ich dann gelernt, dass es weitaus günstiger ist, für ein Experiment mehrere Videos der einzelnen Arbeitsschritte zu erstellen. Bei meinen ersten Videos habe ich das Experiment durchgängig gefilmt. Bei der Nachbearbeitung habe ich dann gemerkt, dass es länger einen großen Film zu schneiden, als mehrere Videos aneinander zu fügen. Die Unterteilung in Einzelvideos hat außerdem den Vorteil, dass einzelne Experimentalabschnitte über die Verstellung der Clipgeschwindigkeit gerafft werden können.

Bei der Software Camtasia Studio 8 habe ich die Möglichkeit mit mehreren Spuren zu arbeiten. In der ersten Spur habe ich immer den Teil des Videos den ich später veröffentlichen möchte. Ich trenne dort auch erstmal Audio und Video und lösche anschließend die Audiospur. Einen weiteren Experimentalabschnitt füge ich zunächst in einer neuen Spur ein. In dieser neuen Spur trenne ich wiederum Audio und Video und bearbeite diesen Abschnitt bis ich zufrieden bin. Das heißt ich schneide oder ändere die Clipgeschwindigkeit in dieser neuen Spur. Das hat den Vorteil, dass die erste Spur nicht von diesen Änderungen betroffen ist. Wenn ich mit der Bearbeitung fertig bin, ziehe ich diesen Abschnitt auf die erste Spur. Mit weiteren Experimentalvideoabschnitten verfahre ich analog.

Einzelne Arbeitsschritte oder Erklärungen erstelle ich mit Hilfe einer Power Point Präsentation. Diese kann ich dann auch im Bildformat abspeichern. An den entsprechenden Experimentalabschnitten füge ich dann das entsprechende Bild in der ersten Spur ein.

Abbildung 2: „Erklärfolien“ für die Videoproduktion

Wenn ich es für notwendig halte, lasse ich im letzten Arbeitsschritt das komplette Video ablaufen und nutze die Funktion gesprochener Kommentar, d.h. ich vertone das komplette Video in einem Arbeitsschritt.

Ich speichere das Projekt ab und kann es dann veröffentlichen. Für die Veröffentlichung nutze ich YouTube und binde diese Videos in die Lernplattform Moodle ein. Beim Flipped Classroom Unterricht bietet es sich außerdem an eine LearningApp zu erstellen, die sich inhaltlich auf das Video bezieht.

Alle Fotos: Martina Grosty

Auf meinem Blog finden sich zahlreiche weitere Beiträge zum Thema Videoproduktion:

Videoproduktion mit der Software Camtasia von TechSmitch – ein Tipp für Schulen:
Videoproduktion mit der Software Camtasia von TechSmitch – ein Tipp für Schulen | Digitale Schule im 21. Jahrhundert (grosty.de)

Videoproduktion für den Unterricht:
https://grosty.de/2019/02/11/videoproduktion-fuer-den-unterricht/

Grundlagen der Videoproduktion – Neuer MOOC der Fachhochschule Lübeck
https://grosty.de/2015/03/31/grundlagen-der-videoproduktion-neuer-mooc-der-fachhochschule-lubeck/

Grundlagen der Videoproduktion – Neuer MOOC der Fachhochschule Lübeck – Schnitttechniken:
https://grosty.de/2015/03/31/grundlagen-der-videoproduktion-neuer-mooc-der-fachhochschule-lubeck/

Erstellung einer Concept Map mit Hilfe von Cmap Tools – Lernvideo:
https://grosty.de/2014/04/28/erstellung-einer-concept-map-mit-hilfe-von-cmap-tools-lernvideo/

Bildschirmfotos & Videos erstellen mit der kostenlosen Software Jing:
https://grosty.de/2013/12/30/bildschirmfotos-videos-erstellen-mit-der-kostenlosen-software-jing/


Physik: Videoanalyse von Bewegungen mit dem PC – Software Viana:
https://grosty.de/2013/12/07/videoanalyse-von-bewegungen-mit-dem-pc-software-vianna/

Video Framing/embeding bald eine Urheberrechtsverletzung?:
https://grosty.de/2013/05/20/video-framingembeding-bald-eine-urheberrechtsverletzung/

YouTube Videos ohne Werbung – Einstellungen für Schulen:
https://grosty.de/2013/05/14/youtube-videos-ohne-werbung-einstellungen-fur-schulen/

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„Flip Your Class!“ Projekt in Berlin https://grosty.de/2016/04/06/flip-your-class-projekt-in-berlin/ Wed, 06 Apr 2016 11:58:47 +0000 https://grosty.wordpress.com/?p=2113 Weiterlesen →]]> Den folgenden Beitrag habe ich gemeinsam mit Sebastian Schmidt verfasst. Sebastian Schmidt ist einer der Pioniere des Flipped Classroom Konzept in Deutschland.

Er bloggt seine Erfahrungen auf der Seite „Flipped Mathe„, Videos die er für den Unterricht veröffentlicht hat finden sich in seinem YouTube Channel.

„In den letzten Monaten kristallisiert es sich immer mehr heraus, dass der Flipped Classroom ein Konzept ist, das den Unterricht positiv verändern kann. Der Unterricht wird wortwörtlich umgedreht: Die Schüler bekommen als Hausaufgabe ein Video zur Verfügung gestellt, mit dem sie sich auf den Unterricht vorbereiten. Im Schulgebäude selbst wird dann ausschließlich geübt. Damit wird die komplette Unterrichtszeit in die Hände der Schüler gelegt. Sie arbeiten in Ihrem Tempo an zu Ihrem Leistungsstand passenden Aufgaben und haben – anders als bei der traditionellen Hausaufgabe zu Hause – zahlreiche Ansprechpartner. Dies dreht auch die Lehrerrolle um. Losgelöst vom Input, können die Lehrer als Coach agieren und stehen nicht mehr im Mittelpunkt. Das erfordert auch ein Umdenken der eigenen Rolle und führt am Ende zu dem, was man schon lange als offenen Unterricht bezeichnet. Auch das Lernen der Schüler wird umgedreht, sie sind nun selbst verantwortlich für den Lernfortschritt. Das Video können sie anschauen, wann, wo und wie oft sie es wollen. Im Laufe des Schuljahres werden alle Videos zentral gesammelt und stehen dann auch zur Wiederholung zur Verfügung. Im Unterricht selbst müssen sie aktiv werden und mit Ihren Klassenkameraden zusammenarbeiten. Das ist zwar im traditionellen Unterricht oft auch der Fall, aber man hat nicht so viel Zeit dafür, bzw. dauern die Inputphasen deutlich länger, wie wenn man sie in ein Video verlegt.
Ein Video muss nicht vorbereitend sein, man kann auch im Unterricht Aufgaben mit offenem Ende stellen und als Hausaufgabe ein Video zusammenstellen, das die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Flipped Classroom heißt genau genommen nicht, dass man mit Videos unterrichtet, sondern dass man den Unterricht so rhythmisiert, dass die effizientesten Phasen im Klassenverband getätigt werden.“ 1

 

Wie sieht so etwas nun in der Praxis aus? Sebastian Stoll hat dazu ein ausgezeichnetes YouTube Video für Schüler erstellt. Er erklärt den Schülern darin den Mehrwert für sie, wenn sie sich dieser Methode öffnen.

2

Auf der Seite Umgedrehter Unterricht sieht man das momentan bestehende Netzwerk. Zu den 4 Gründungsmitgliedern sind 12 weitere Kollegen hinzu gekommen.


Wie sieht es jetzt in Berlin aus? Auch hier tut sich so einiges bei diesem Thema.

In Berlin haben sich mehrere Schulen gefunden, die bereit sind das Konzept Flipped Classroom wissenschaftlich begleiten zu lassen.

Das Institut für Mathematik und Informatik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat, mit Julia Müter, M.A., und Prof. Dr. Christian Spannagel, die wissenschaftliche Begleitung übernommen. Weitere Projektpartner sind die Bertelmann Stiftung und sofatutor.

Im ersten Teilabschnitt waren von schulischer Seite folgende Schulen an dem Projekt beteiligt:

Ein Zwischenbericht kann unter folgendem Link gelesen werden. Zu den bereits etablierten Schulen sind weitere Schulen hinzu gekommen.

Am 29.02.2016 haben wir uns in einer der neuen Schulen getroffen und die weiteren Arbeitsschritte besprochen. Hierbei werden einzelne Flipped Classroom Szenarien in verschiedenen Schulen durchgeführt. Desweiteren sind begleitende Workshops geplant, in denen die am Projekt teilnehmenden Lehrer z.B. im Umgang mit der Videobearbeitungssoftware geschult werden. Ich freue mich darüber, dass ich das Berliner Projekt mit unterstützen kann und in diesem Zusammenhang einen Videoproduktionsworkshop leiten werde bzw. in den MINT Fächern mit Impulsen mich einbringen werde. Seit längerer Zeit verfolge ich die Entwicklungen rund um den Flipped Classroom, tausche mich regelmäßig mit FC-Lehrern aus und habe in meiner Arbeit schon reichlich praktische Erfahrungen beim Erstellen von Erklärvideos gesammelt.

1 Erklärung des Begriffes „Flipped Classroom“ von Sebastian Schmidt (@FlippedMathe).

2 Einverständniserklärung zum Einbetten des Videos „Dein Lernen auf den Kopf gestellt.“


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Warum nicht Moodle und Flipped Classroom kombinieren? https://grosty.de/2015/06/15/warum-nicht-moodle-und-flipped-classroom-kombinieren/ https://grosty.de/2015/06/15/warum-nicht-moodle-und-flipped-classroom-kombinieren/#comments Mon, 15 Jun 2015 10:25:05 +0000 https://grosty.wordpress.com/?p=1876 Weiterlesen →]]> Mit diesem Beitrag möchte ich eine interessante, vielversprechende Kombination für den Unterricht vorstellen.

Ich weiß, dass das für viele Lehrer ein Reizthema ist. Ich kenne aus meinen EDV Fortbildungskursen die Standardkritiken. Es wird sofort argumentiert „Warum sollten wir das benutzen? Wir würden uns doch damit selber überflüssig machen.“

Ich möchte versuchen, diese Argumente zu entkräften. In vielen Bundesländern ist die Benutzung von Facebook in der Schule verboten. Mit Moodle hat man die Möglichkeit

  • Arbeitsmaterialien zu verteilen,
  • über Lektionen Binnendifferenzierte Lernpfade anzulegen,
  • mit Hilfe des integriertem Wikis kollaboratives Arbeiten zu ermöglichen

es besteht auch die Möglichkeit den SchülerInnen

  • ein Forum,
  • einen Chatraum zur Verfügung zu stellen.

Der Flipped Classroom bietet parallel dazu eine weitere Möglichkeit, dass sich SchülerInnen individuell nach ihrem

  • eigenen Lerntempo mit einem Thema auseinander setzen können,
  • sie können sich Teile des zur Verfügung gestellten Lernvideos mehrfach ansehen,
  • brauchen deswegen auch keine Hemmungen entwickeln, weil sie Teile des Lernvideos
  • sie können währenddessen zusätzliche Informationen nachschlagen.

Ich kann mir jetzt lebhaft das Stirnrunzeln einiger Lehrer vorstellen.

  • Was noch mehr Arbeit?
  • Ich habe doch keine Ausrüstung um Lernvideos zu erstellen.
  • Was soll ich dann im Unterricht machen?
  • Damit mache ich mich ja noch schneller überflüssig.

Sicherlich machen sowohl Moodle Kurse, als auch die Erstellung von Lernvideos am Anfang Arbeit. Es ist für Moodle sicherlich auch erstmal eine Einarbeitung notwendig. Mit der Zeit geht es aber immer schnelle von der Hand. Es entwickelt sich eine Routine dahingehend parallel zur Stundenvorbereitung das entsprechende Material in den Moodle Kurs zu integrieren. Während der eigenen Recherche zur Stundenvorbereitung können die entsprechenden Internetlinks im Moodle Kurs als zusätzliche Information zur Verfügung gestellt werden. Genauso wie ein Arbeitsblatt ist ein Moodle Kurs nicht vergänglich, im Gegenteil im Laufe der Jahre werden auch bestehende Kurse sich weiter entwickeln.

Die Erstellung von Lernvideos ist am Anfang auch ungewohnt. Ich kann mich noch an meine ersten Lernvideos erinnern. Absolut ungewohnt war für mich meine eigene Stimme plötzlich zu hören. Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten einzuschätzen wie lang eine Szene sein muss. Auf meinem Blog finden sich zahlreiche Tipps zur Erstellung von Lernvideos und die damit verbundene Verarbeitung dieser Videos. Mein YouTube Kanal enthält mittlerweile über 300 Videos. Inzwischen bin ich soweit, dass ich schon während der Aufnahme merke, wenn etwas zu schnell, der Szenenwechsel zu früh kam, oder etwas nicht klar erkennbar war. In dem Fall mache ich eine Pause und drehe den entsprechenden Teil noch einmal. Bei der Videoverarbeitung schneide ich die entsprechende Szene raus. Von unseren Schülern habe ich öfter gehört, dass gerade die Vermittlung von schwierigen Lerninhalten, wie z.B. das Aufstellen von Reaktionsgleichungen, mit Hilfe einer Videoanleitung ihnen geholfen hat.

Sebastian Schmidt hat auf seiner Seite eine To-Do-Liste für Flipped Classroom zusammengestellt, die lesenswert ist. Seine Videos sind auf seinem YouTube Kanal zu finden. Bei Twitter ist Sebastian Schmidt als @FlippedMathe zu finden. Er erprobt seit knapp drei Jahren erfolgreich die Kombination aus Flipped Classroom und Mebis. In Bayern wird unter der Dachplattform mebis einer moodle-ähnlichen Lernplattform auch ein Prüfungsarchiv und eine Mediathek hinzugefügt.

Sebastian Stoll (@180gradflip) , Carsten Thein und Felix Fähnrich (@fliptheclass) erproben auch seit Längerem erfolgreich den Flipped Classroom im Fach Mathematik. Sie allerdings nutzen eine selbst gestaltete Homepage als Lernplattform. Dort kann man auch ihre sehr gut durchdachten und professionell erstellten Videos finden.

Gemeinsam betreiben alle drei Projekte seit Kurzem eine Homepage (www.umgedrehterunterricht.de) , mit der sich das mittlerweile stetig wachsende Netzwerk von Flippern verbinden kann. Kurioserweise findet man im deutschsprachigen Raum fast nur Mathematiklehrer, die nach dem Flipped Classroom unterrichten. Auch ich würde mich freuen, wenn sich Lehrer aus anderen Bereichen bei mir oder auf der Homepage der oben genannten Kollegen melden würden. So könnten nicht nur Neulinge von den Erfahrungen der „Profis“ lernen, sondern auch die Erfahrenen neue Impulse erhalten.

Ich denke die Kombination von Moodle und Flipped Classroom ist erfolgsversprechend. Die Zeit im Unterricht kann dadurch ganz anders genutzt werden. Die Schüler werden im Bereich des SOL gestärkt. Die Lehrerrolle verändert sich in Richtung eines Lernberaters. Das ist für beide Seiten natürlich erstmal eine Umstellung, aber ich glaube die positiven Effekte sollten überzeugen. In Amerika z.B. hat der Flipped Classroom inzwischen einen hohen Verbreitungsgrad erreicht. Dort setzen eine Vielzahl von Lehrern den Flipped Classroom ein.

Ich werde die Entwicklung des Flipped Classroom weiter verfolgen und sicherlich noch Beiträge bloggen.

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https://grosty.de/2015/06/15/warum-nicht-moodle-und-flipped-classroom-kombinieren/feed/ 2
Hyperlapse: Microsoft veröffentlicht Zeitraffer-App – Tipp für Schulen https://grosty.de/2015/05/21/hyperlapse-microsoft-veroffentlicht-zeitraffer-app-tipp-fur-schulen/ Thu, 21 May 2015 06:36:06 +0000 https://grosty.wordpress.com/?p=1859 Weiterlesen →]]> Seit kurzem hat Microsoft die App Hyperlapse zum Download bereitgestellt.

Mit Hilfe dieser App können Zeitraffer-Clips erstellt werden. Es müssen hierbei keine neuen Clips erstellt werden, sondern es können auch vorhandene Videos umgewandelt werden. Es können Timelapse-Geschwindigkeit zwischen 1-fach und 32-fach ausgewählt werden. Verwacklungen werden durch einen speziellen Algorithmus vermieden. Microsoft setzt dabei auf die Beschleunigungssensoren des Smartphones. Dabei soll der von der Kamera zurückgelegte Weg rekonstruiert werden. Des Weiteren verfügt Hyperlapse über eine Gesichtserkennung, die das Video-Material zusätzlich stabilisieren soll, wenn Personen gefilmt wurden.

Die Hyperlapse-Version für Windows Phone kann über windowsphone.com heruntergeladen werden. Das Tool setzt Windows Phone 8.0 voraus.

Für einige Androidgeräte ist diese App ebenfalls verfügbar. Die Smartphone- und Tablet-Besitzer müssen sich allerdings erst bei Microsofts Hyperlapse for Android Community registrieren.

Für den naturwissenschaftlichen Unterricht bietet diese App die Möglichkeit Experimente mit einem Zeitraffer zu erstellen.

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