Notice: Function _load_textdomain_just_in_time was called incorrectly. Translation loading for the photo-gallery domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the init action or later. Please see Debugging in WordPress for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in /www/htdocs/w005f88a/grosty/wp-includes/functions.php on line 6260

Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /www/htdocs/w005f88a/grosty/wp-includes/functions.php:6260) in /www/htdocs/w005f88a/grosty/wp-includes/feed-rss2.php on line 8
Camtasia Studio – Digitale Schule im 21. Jahrhundert https://grosty.de Martina Grosty Tue, 12 Jul 2022 15:42:06 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Wikimeadia/Wikipedia -Tipp für Schulen https://grosty.de/2020/08/04/wikimeadia-wikipedia-tipp-fuer-schulen/ Tue, 04 Aug 2020 04:40:12 +0000 https://grosty.de/?p=3977 Weiterlesen →]]> Ich veröffentliche zahlreiche Fotos auf den Seiten von Wikimeadia/Wikipedia.

Wikipedia Eintrag

Abbildung 1: Wikipedia Konto

Ich unterrichte im Rahmen de eEducation Masterplanes in zahlreichen Berliner Schulen
Lehrer zum Thema Urheberrecht.

In der vierten Klasse müssen Berliner Schüler die sogenannte Radfahrprüfung ablegen.

Ich spreche die Kollegen an und frage sie, ob sie ein Smartphone dabeihaben.

Abbildung 1: Wikipedia Konto

Ich erkläre ihnen, dass das ein „Schweizer Taschenmesser“ wäre.

Abbildung 2: Wikipedia Konto

Lisa Rosa hat in diesem Zusammenhang von einem „Kulturzugangsgerät“ gesprochen.

Bob Blume hat den Begriff „Weltaneignungsassistent“ geprägt.

Quelle:
https://grosty.de

]]>
Videoproduktion für den Unterricht https://grosty.de/2019/02/11/videoproduktion-fuer-den-unterricht/ Mon, 11 Feb 2019 13:15:20 +0000 https://grosty.de/?p=3631 Weiterlesen →]]> Das Thema Videoproduktion für den Unterricht lässt mich auch in diesem Jahr nicht los.

In diesem Jahr wage ich mich einmal an das Thema Legevideos / Explainity Videos heran.

Für Schulen ist diese Art der Videoproduktion praktisch, da sie schnell zu erstellen sind und durch selbst gezeichnete / geschriebene Elemente DSGVO konform sind. Werden zu den Legevideos sprachliche Aufnahmen mit angefertigt muss dennoch eine Einverständniserklärung der Eltern eingeholt werden.

Der Materialaufwand ist ebenfalls äußerst gering.

Abbildung 1: Material für Erklärvideos

Das eigentliche Video erstelle ich dann in einem sogenannten Lichtzelt.

Abbildung 2: Lichtzelt

Auf meinem Blog finden sich zahlreiche weitere Beiträge zum Thema Videoproduktion:

Videoproduktion mit der Software Camtasia von TechSmitch – ein Tipp für Schulen:
Videoproduktion mit der Software Camtasia von TechSmitch – ein Tipp für Schulen | Digitale Schule im 21. Jahrhundert (grosty.de)

Erstellung von Videos für den Chemieunterricht:
https://grosty.de/2016/08/17/erstellung-von-videos-fuer-den-chemieunterricht/

Grundlagen der Videoproduktion – Neuer MOOC der Fachhochschule Lübeck
https://grosty.de/2015/03/31/grundlagen-der-videoproduktion-neuer-mooc-der-fachhochschule-lubeck/

Grundlagen der Videoproduktion – Neuer MOOC der Fachhochschule Lübeck – Schnitttechniken:
https://grosty.de/2015/03/31/grundlagen-der-videoproduktion-neuer-mooc-der-fachhochschule-lubeck/

Erstellung einer Concept Map mit Hilfe von Cmap Tools – Lernvideo:
https://grosty.de/2014/04/28/erstellung-einer-concept-map-mit-hilfe-von-cmap-tools-lernvideo/

Bildschirmfotos & Videos erstellen mit der kostenlosen Software Jing:
https://grosty.de/2013/12/30/bildschirmfotos-videos-erstellen-mit-der-kostenlosen-software-jing/


Physik: Videoanalyse von Bewegungen mit dem PC – Software Viana:
https://grosty.de/2013/12/07/videoanalyse-von-bewegungen-mit-dem-pc-software-vianna/

Video Framing/embeding bald eine Urheberrechtsverletzung?:
https://grosty.de/2013/05/20/video-framingembeding-bald-eine-urheberrechtsverletzung/

YouTube Videos ohne Werbung – Einstellungen für Schulen:
https://grosty.de/2013/05/14/youtube-videos-ohne-werbung-einstellungen-fur-schulen/

]]>
Literaturrecherche für Einsteiger mit Hilfe von Citavi https://grosty.de/2018/09/07/literaturrecherche-fuer-einsteiger-mit-hilfe-von-citavi/ Fri, 07 Sep 2018 11:17:19 +0000 https://grosty.de/?p=3231 Weiterlesen →]]> Bei der Erstellung von Referaten und Facharbeiten ist es wichtig ein Literaturverwaltungsprogramm, wie z.B. Citavi zu nutzen. Ich empfehle unseren SchülerInnen diese Software sehr gerne, da die Einarbeitung in die Software intuitiv und relativ einfach ist.

Die eigentliche fällt ihnen am Anfang schwer. Ich möchte aus diesem Grunde ein paar Tipps geben wie man es schafft, dass Citavi nicht nur Literaturpool wird, sondern sich zu einem Wissenspool entwickelt der einem die Arbeit wirklich erleichtert. Ich habe diese Software im Jahr 2007 kennengelernt im Rahmen einer Fortbildung der FU Berlin – Literaturverwaltung mit Endnote. Ich sprach den Dozenten an, dass ich auf der Suche nach einer „einfacheren“ Software wäre und bekam von ihm den Hinweis auf Citavi. Meine Tochter befand sich damals in der Gymnasialen Oberstufe. Ihr Jahrgang war damals der erste der eine Facharbeit oder eine Präsentationsprüfung absolvieren musste. Ich testete damals die Software mit dem Hintergedanken, dass meine Tochter sie nutzen könnte. Damit komme ich zu meinem ersten Tipp.

Vor dem großen Projekt schon ausprobieren

Bevor man mit einer großen Arbeit (Bachelor, etc.) anfängt, sollte man sich mit Hilfe einer kleineren Arbeit die Software näher ansehen.
Das Gymnasium meiner Tochter arbeitete damals mit der Katholische Akademie in Berlin zusammen. Die SchülerInnen hatten die Möglichkeit dort freiwillig einen Kurs zu belegen in dem sie das Wissenschaftliche Arbeiten erlernen sollten. In diesem Zusammenhang entstand die erste Facharbeit mit Unterstützung der Software Citavi und damit die praktische Einarbeitung in diese Software.

Bei der späteren Facharbeit im Rahmen der Allgemeinen Hochschulreife war das von entscheidenden Nutzen.

Zum Ausprobieren kann man auch die kostenlose Version Citavi Free nutzen, die alle Funktionen bietet, aber nur bis zu 100 Titel zulässt. In den meisten Fällen reicht das völlig aus.

Die Graphik verdeutlich den Workflow bei der Erstellung einer Facharbeit.

Arbeitsablauf

Abbildung 1: Workflow bei der Erstellung einer Facharbeit

Kategorien und Schlagworte zur Strukturierung nutzen

Daraus ergibt sich folgendes. Mit Hilfe einer weiteren Software Cmap Tools werden Begriffe zu der zu schreibenden Facharbeit gesammelt und sortiert. Diese Begriffe werden anschließend sofort in Citavi als Kategorien eingefügt.

Bei der vorliegenden Facharbeit sieht die Concept Map folgendermaßen aus.

Ablauf

Abbildung 2: Concept Map für eine Facharbeit

Ich empfehle SchülerInnen diese Begriffe in Citavi als Kategorien einzufügen. Das sieht dann so aus.

Kategorien

Abbildung 3: Kategorien einer Facharbeit

Bei der nun folgenden Recherche werden die einzelnen Begriffe recherchiert und die gefundenen Quellen sofort den einzelnen Kategorien zugeordnet.

Die gewählten Kategorien bilden die Gliederung der künftigen Facharbeit ab.

Inhaltsverzeichnis

Abbildung 4: Inhaltsverzeichnis einer Facharbeit

Das funktioniert deshalb, weil Kategorien nummeriert dargestellt und ihnen weitere Unterkategorien zugeordnet werden. Die Kategorien können umsortiert oder umbenannt werden, wenn sich die eigene Gliederung ändert. Es empfiehlt sich jedes Wissenselement nur einer Kategorie zu zuordnen. In einer Kategorie können die Elemente dann in eine gewünschte Reihenfolge gebracht und durch weitere Überschriften noch besser strukturiert werden.

Sobald ein Titel aufgenommen wird, bietet es sich an ihn mit entsprechenden Schlagworten zu versehen.

Von Anfang an auf Einheitlichkeit achten

Man kann sich wirklich eine Menge Arbeit ersparen, wenn man einigen Kleinigkeiten am Anfang etwas Beachtung schenkt:

Citavi bietet eine Reihe unterschiedlicher Zitationsstile an, diese richten sich danach wie eine Quelle zitiert werden soll, und zwar im Text und im Literaturverzeichnis. Je nach Fachgebiet gibt es unterschiedliche Zitationsstile, es empfiehlt sich im Zweifelsfall bei der Fachschaft nachzufragen.

Bei der Aufnahme der Titel sollte man darauf achten, dass es einheitlich bleibt. Man sollte immer die gleichen Abkürzungen und Angaben verwenden.

Als nützliches Extra kann man Texte als PDF direkt an der Quelle speichern und in Citavi bearbeiten und viele zusätzliche Angaben und Zusammenhänge zum Titel vermerken (Inhaltsverzeichnis, Verweise auf Nachbartexte, Abstract usw.). Besonders interessant sind dabei Schlagworte und Kategorien.

„Zusätzliche“ Extras

Neben der grundlegenden Verwaltung, Sammlung und Strukturierung von Literatur und Wissen bietet Citavi noch viele weitere Extras!

Besonders hilfreich sind die Recherchetools. Man kann direkt über Citavi in mehreren Bibliothekskatalogen gleichzeitig recherchieren und bekommt direkt den Standort des gesuchten Titels angezeigt. Des Weiteren kann man direkt nach verfügbaren Volltexten der Titel suchen und diese herunterladen.

Zu jedem Wissenselement können Aufgaben vermerkt werden.

Aufgaben

Abbildung 5: Aufgaben zu einzelnen Wissenselementen

Außerdem bietet Citavi viele Möglichkeiten, die Literatur und das gesammelte Wissen zu exportieren. Es besteht die Möglichkeit über das Programm selbst Literaturlisten in verschiedenen Formaten, Gruppierungen und mit unterschiedlichen Angaben ausgeben lassen. Die Daten können auch in Excel exportieren werden.

Die Option die Wissensbausteine als Skript zu speichern finde ich sehr vorteilhaft. Hierbei werden die Kategorien als Gliederung gespeichert. Sofern man auch die einzelnen Zitate den Kategorien zugordnet hat, sind sie im Word Dokument an der entsprechenden Stelle zu finden und am Ende wird ein komplettes Literaturverzeichnis eingefügt.

Bei Gruppenprojekten erlaubt Citavi auch kollaborative Arbeitsprozesse und markiert, wer wann zuletzt welche Änderungen vorgenommen hat.

]]>
Erstellung von Videos für den Chemieunterricht https://grosty.de/2016/08/17/erstellung-von-videos-fuer-den-chemieunterricht/ Wed, 17 Aug 2016 10:48:05 +0000 https://grosty.wordpress.com/?p=2203 Weiterlesen →]]> Im Laufe der letzten Jahre habe ich über 100 Videos mit Experimenten im Chemieunterricht erstellt. Ich sehe darin folgende Vorteile:

  • Schüler die z.B. nicht anwesend waren können das Experiment nachvollziehen
  • die Experimente können vor Klausuren noch einmal nachvollzogen werden.

Was mich am Anfang immer gestört hat war, dass der Hintergrund oftmals nicht optimal aussah.

Gerade bei Experimenten mit Salzlösungen habe ich oft das Problem gehabt, dass man diese nur sehr schwer fotografieren konnte.

In dem Blogbeitrag „Anfertigung von Makrofotografien“ habe ich einen Weg beschrieben, wie ich dieses Problem schnell und kostengünstig gelöst habe.

Abbildung 1: Aufnahme mit Hilfe meines selbst gebauten „Fotostudios“

Ich habe danach damit angefangen dieses „Fotostudio“ nicht nur zur Aufnahme von Fotos zu nutzen, sondern auch für die Videoproduktion. Bei einigen Experimenten reicht die Größe meines „Fotostudios“ allerdings nicht aus, ich wollte aber trotzdem nicht auf diesen Hintergrund verzichten. Für derartige Experimente habe ich mir im Stoffgroßhandel einen blauen Stoff, in der Größe 140 * 200 cm, gekauft. Diesen Stoff habe ich dann an einer Plexiglassicherheitsscheibe befestigt und den Versuch auf einen Experimentiertisch aufgebaut.

Für die Videoproduktion verwende ich immer meine Panasonic DMC-FX35 Digitalkamera und ein Stativ.

Wichtig für Experimentalvideos ist ferner, dass man alles vorher direkt bereitstellt.

Mit der Zeit habe ich dann gelernt, dass es weitaus günstiger ist, für ein Experiment mehrere Videos der einzelnen Arbeitsschritte zu erstellen. Bei meinen ersten Videos habe ich das Experiment durchgängig gefilmt. Bei der Nachbearbeitung habe ich dann gemerkt, dass es länger einen großen Film zu schneiden, als mehrere Videos aneinander zu fügen. Die Unterteilung in Einzelvideos hat außerdem den Vorteil, dass einzelne Experimentalabschnitte über die Verstellung der Clipgeschwindigkeit gerafft werden können.

Bei der Software Camtasia Studio 8 habe ich die Möglichkeit mit mehreren Spuren zu arbeiten. In der ersten Spur habe ich immer den Teil des Videos den ich später veröffentlichen möchte. Ich trenne dort auch erstmal Audio und Video und lösche anschließend die Audiospur. Einen weiteren Experimentalabschnitt füge ich zunächst in einer neuen Spur ein. In dieser neuen Spur trenne ich wiederum Audio und Video und bearbeite diesen Abschnitt bis ich zufrieden bin. Das heißt ich schneide oder ändere die Clipgeschwindigkeit in dieser neuen Spur. Das hat den Vorteil, dass die erste Spur nicht von diesen Änderungen betroffen ist. Wenn ich mit der Bearbeitung fertig bin, ziehe ich diesen Abschnitt auf die erste Spur. Mit weiteren Experimentalvideoabschnitten verfahre ich analog.

Einzelne Arbeitsschritte oder Erklärungen erstelle ich mit Hilfe einer Power Point Präsentation. Diese kann ich dann auch im Bildformat abspeichern. An den entsprechenden Experimentalabschnitten füge ich dann das entsprechende Bild in der ersten Spur ein.

Abbildung 2: „Erklärfolien“ für die Videoproduktion

Wenn ich es für notwendig halte, lasse ich im letzten Arbeitsschritt das komplette Video ablaufen und nutze die Funktion gesprochener Kommentar, d.h. ich vertone das komplette Video in einem Arbeitsschritt.

Ich speichere das Projekt ab und kann es dann veröffentlichen. Für die Veröffentlichung nutze ich YouTube und binde diese Videos in die Lernplattform Moodle ein. Beim Flipped Classroom Unterricht bietet es sich außerdem an eine LearningApp zu erstellen, die sich inhaltlich auf das Video bezieht.

Alle Fotos: Martina Grosty

Auf meinem Blog finden sich zahlreiche weitere Beiträge zum Thema Videoproduktion:

Videoproduktion mit der Software Camtasia von TechSmitch – ein Tipp für Schulen:
Videoproduktion mit der Software Camtasia von TechSmitch – ein Tipp für Schulen | Digitale Schule im 21. Jahrhundert (grosty.de)

Videoproduktion für den Unterricht:
https://grosty.de/2019/02/11/videoproduktion-fuer-den-unterricht/

Grundlagen der Videoproduktion – Neuer MOOC der Fachhochschule Lübeck
https://grosty.de/2015/03/31/grundlagen-der-videoproduktion-neuer-mooc-der-fachhochschule-lubeck/

Grundlagen der Videoproduktion – Neuer MOOC der Fachhochschule Lübeck – Schnitttechniken:
https://grosty.de/2015/03/31/grundlagen-der-videoproduktion-neuer-mooc-der-fachhochschule-lubeck/

Erstellung einer Concept Map mit Hilfe von Cmap Tools – Lernvideo:
https://grosty.de/2014/04/28/erstellung-einer-concept-map-mit-hilfe-von-cmap-tools-lernvideo/

Bildschirmfotos & Videos erstellen mit der kostenlosen Software Jing:
https://grosty.de/2013/12/30/bildschirmfotos-videos-erstellen-mit-der-kostenlosen-software-jing/


Physik: Videoanalyse von Bewegungen mit dem PC – Software Viana:
https://grosty.de/2013/12/07/videoanalyse-von-bewegungen-mit-dem-pc-software-vianna/

Video Framing/embeding bald eine Urheberrechtsverletzung?:
https://grosty.de/2013/05/20/video-framingembeding-bald-eine-urheberrechtsverletzung/

YouTube Videos ohne Werbung – Einstellungen für Schulen:
https://grosty.de/2013/05/14/youtube-videos-ohne-werbung-einstellungen-fur-schulen/

]]>
„Flip Your Class!“ Projekt in Berlin https://grosty.de/2016/04/06/flip-your-class-projekt-in-berlin/ Wed, 06 Apr 2016 11:58:47 +0000 https://grosty.wordpress.com/?p=2113 Weiterlesen →]]> Den folgenden Beitrag habe ich gemeinsam mit Sebastian Schmidt verfasst. Sebastian Schmidt ist einer der Pioniere des Flipped Classroom Konzept in Deutschland.

Er bloggt seine Erfahrungen auf der Seite „Flipped Mathe„, Videos die er für den Unterricht veröffentlicht hat finden sich in seinem YouTube Channel.

„In den letzten Monaten kristallisiert es sich immer mehr heraus, dass der Flipped Classroom ein Konzept ist, das den Unterricht positiv verändern kann. Der Unterricht wird wortwörtlich umgedreht: Die Schüler bekommen als Hausaufgabe ein Video zur Verfügung gestellt, mit dem sie sich auf den Unterricht vorbereiten. Im Schulgebäude selbst wird dann ausschließlich geübt. Damit wird die komplette Unterrichtszeit in die Hände der Schüler gelegt. Sie arbeiten in Ihrem Tempo an zu Ihrem Leistungsstand passenden Aufgaben und haben – anders als bei der traditionellen Hausaufgabe zu Hause – zahlreiche Ansprechpartner. Dies dreht auch die Lehrerrolle um. Losgelöst vom Input, können die Lehrer als Coach agieren und stehen nicht mehr im Mittelpunkt. Das erfordert auch ein Umdenken der eigenen Rolle und führt am Ende zu dem, was man schon lange als offenen Unterricht bezeichnet. Auch das Lernen der Schüler wird umgedreht, sie sind nun selbst verantwortlich für den Lernfortschritt. Das Video können sie anschauen, wann, wo und wie oft sie es wollen. Im Laufe des Schuljahres werden alle Videos zentral gesammelt und stehen dann auch zur Wiederholung zur Verfügung. Im Unterricht selbst müssen sie aktiv werden und mit Ihren Klassenkameraden zusammenarbeiten. Das ist zwar im traditionellen Unterricht oft auch der Fall, aber man hat nicht so viel Zeit dafür, bzw. dauern die Inputphasen deutlich länger, wie wenn man sie in ein Video verlegt.
Ein Video muss nicht vorbereitend sein, man kann auch im Unterricht Aufgaben mit offenem Ende stellen und als Hausaufgabe ein Video zusammenstellen, das die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Flipped Classroom heißt genau genommen nicht, dass man mit Videos unterrichtet, sondern dass man den Unterricht so rhythmisiert, dass die effizientesten Phasen im Klassenverband getätigt werden.“ 1

 

Wie sieht so etwas nun in der Praxis aus? Sebastian Stoll hat dazu ein ausgezeichnetes YouTube Video für Schüler erstellt. Er erklärt den Schülern darin den Mehrwert für sie, wenn sie sich dieser Methode öffnen.

2

Auf der Seite Umgedrehter Unterricht sieht man das momentan bestehende Netzwerk. Zu den 4 Gründungsmitgliedern sind 12 weitere Kollegen hinzu gekommen.


Wie sieht es jetzt in Berlin aus? Auch hier tut sich so einiges bei diesem Thema.

In Berlin haben sich mehrere Schulen gefunden, die bereit sind das Konzept Flipped Classroom wissenschaftlich begleiten zu lassen.

Das Institut für Mathematik und Informatik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat, mit Julia Müter, M.A., und Prof. Dr. Christian Spannagel, die wissenschaftliche Begleitung übernommen. Weitere Projektpartner sind die Bertelmann Stiftung und sofatutor.

Im ersten Teilabschnitt waren von schulischer Seite folgende Schulen an dem Projekt beteiligt:

Ein Zwischenbericht kann unter folgendem Link gelesen werden. Zu den bereits etablierten Schulen sind weitere Schulen hinzu gekommen.

Am 29.02.2016 haben wir uns in einer der neuen Schulen getroffen und die weiteren Arbeitsschritte besprochen. Hierbei werden einzelne Flipped Classroom Szenarien in verschiedenen Schulen durchgeführt. Desweiteren sind begleitende Workshops geplant, in denen die am Projekt teilnehmenden Lehrer z.B. im Umgang mit der Videobearbeitungssoftware geschult werden. Ich freue mich darüber, dass ich das Berliner Projekt mit unterstützen kann und in diesem Zusammenhang einen Videoproduktionsworkshop leiten werde bzw. in den MINT Fächern mit Impulsen mich einbringen werde. Seit längerer Zeit verfolge ich die Entwicklungen rund um den Flipped Classroom, tausche mich regelmäßig mit FC-Lehrern aus und habe in meiner Arbeit schon reichlich praktische Erfahrungen beim Erstellen von Erklärvideos gesammelt.

1 Erklärung des Begriffes „Flipped Classroom“ von Sebastian Schmidt (@FlippedMathe).

2 Einverständniserklärung zum Einbetten des Videos „Dein Lernen auf den Kopf gestellt.“


]]>